Kampf gegen Blindheit in Ostafrika

  • seit 1988
  • Projektbetreuung: Christoffel Blindenmission (CBM)

1988 wurde der Ökumenische Arbeitskreis für Entwicklungshilfe durch eine Gautinger Medizinstudentin nach einem Praktikum in Kenia auf die besonderen Probleme der Augenerkrankungen und der Blindheit in Afrika hingewiesen. Seitdem halfen wir wiederholt mit Projekten zur Blindheitsbekämpfung. Projektpartner waren zuerst Dr. Tony Walia in Kikuyu/Kenia und Dr. Mark L. Wood in Daressalaam/Tansania, dann diverse Träger der Gesundheitspflege in Ostafrika in Kooperation mit Christoffel-Blindenmission in Bensheim - Internationale Organisation (Hilfe für augenkranke, blinde, gehörlose und körperbehinderte Menschen). Größere Projekte konnten nur durch Beantragung von Bundesmitteln finanziert werden.

2014 - 2016: Unser aktuelles Projekt auf der Insel Madagaskar, unser 6. Projekt

Den Zugang zu augenmedizinischen Diensten in der Provinz Analamanga verbessern, ein Behandlungs- und Betreuungssystem im Umkreis der Johannes Borggrefe Augenklinik in Antananarivo (Landeshauptstadt) aufbauen in Kooperation mit Christoffel-Blindenmission.

Projektziel: Vermeidbare Blindheit in der Region Analamanga senken und folglich den Kreislauf von Armut und Behinderung durchbrechen. Von den ca. 300.000 meist sehr armen Einwohnern der Provinz sind ca. 30.000 blind, meist verursacht durch den Grauen Star (Katarakt). Patienten mit Sehfehlern und Sehbehinderungen sollen in abgelegenen, ländlichen Gebieten gefunden und dann zur Behandlung gebracht werden in 11 Basisgesundheitsstationen (BGS), im Bedarfsfall in die Johannes Borggrefe Augenklinik (JBA) gebracht werden.

Maßnahmen: Es wurde ein Betreuungs- und Patienten-Überweisungssystem aufgebaut: Zwei Fachkräfte, ausgestattet mit Motorrädern, fahren in das "Hinterland" um Patienten mit Grauem Star (Katarakt) ausfindig zu machen ("Cataract Finder" = CCF). Diese Patienten werden dann in der nächsten BGS behandelt und ggf. an die Augenklinik überwiesen. Diese dreigliedrige Kette CCF - BGS - JBA wurde durch unser Projekt aufgebaut.
Die Schulungen der Projektmitarbeiter, die Fortbildung von Allgemeinmedizinern in Augenheilkunde, die Anschaffung von medizinischen Geräten und Verbrauchsmaterial sowie der Kauf von zwei Motorrädern und einem 13-Sitze-Kleinbus für Patiententransporte sind erfolgt. Das Projekt ist 2016 vollständig im Einsatz. Die Anzahl der Grauer-Star-Operationen ist deutlich angestiegen, vielen Menschen konnte und kann geholfen werden.

Finanzierung

Kosten für das 2-Jahres-Projekt insgesamt: € 100.550
Zuwendung vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (75%)  € 75.411
Eigenleistung FORUM EINE WELT GATING (10%) € 10.139
Anteil Christoffel-Blindenmission (15%) € 15.000

 

Dank und Bitte - Spendenaufruf

Kooperationspartner & Fachorganisation CBM hat die Umsetzung der Projektvorgaben überwacht. Ein Projektbesuch von CBM ergab, dass sowohl hinsichtlich der medizinischen Leistungen als auch der organisatorischen und administrativen Maßnahmen die Projektanforderungen erfüllt sind.

DANK an unsere Spender und den Kooperationspartner CHRISTOFFEL BLINDEN-MISSION für die erfolgreiche Verwirklichung dieses Projektes, das insbesondere sehr armen Menschen zu Gute kommt.

Spendenaufruf:

Für unser nächstes Projekt, das wir wieder in Kooperation mit CBM anpacken wollen, sammeln wir jetzt bereits Spenden. Wenn Sie sich beteiligen wollen, bitten wir um Ihre Spende auf  unser Konto.

VR-Bank Starnberg-HG-LL eG
IBAN DE70 7009 3200 0000 1139 30

Kennwort bei Ihrer Überweisung: Augenärzte

Rückblick auf vorangegangene Projekte zum Kampf gegen Blindheit in Ostafrika

2010 - 2011: 5. Projekt: BAU VON WASSERTANKS in KENIA

BAU VON WASSERTANKS in KENIA zur Vermeidung von Erblindung durch Trachominfektionen in Zusammenarbeit mit der CHRISTOFEL-BLINDEN-MISSION (CBM) und mit Ko-Finanzierung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Nördlich des Mt. Kenya, in einem Dürregebiet mit sehr wenig bzw. verschmutztem Wasser leiden viele Menschen an der Augeninfektion TRACHOM. Durch Fliegen und mangelnde Hygiene wird diese Krankheit übertragen. Sie führt, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird, unweigerlich zu BLINDHEIT.
CBM hat in diesem Gebiet 7 Schulen ausgewählt zum Bau von Wasserbehältern und zu Hygieneschulungen. Es wurden Waschmöglichkeiten geschaffen, die unmittelbar zur Trachomprävention beitragen. Denn Gesundheitsaufklärung stoppt Trachom.


Von unserem Projektpartner SPARK, dem Sozialwerk der Diözese Meru in Kenia, wurden mehrere Wassertanks gebaut, Aufklärungsvorträge über Hygienemaßnahmen gehalten und auch eine sogenannte "chain of trainers" gestartet. Hier werden einige Teilnehmer der Vorträge ausgebildet, das erlernte Wissen auch weiter zu geben, damit sich die Präventionsmaßnahmen möglichst weit verbreiten.

Finanzierung: Kosten insgesamt 50.000 €, gedeckt durch BMZ-Zuwendungen von € 37.500 (75 %) und Eigenleistungen des FORUM EINE WELT von € 12.500 (Spendensammlung).

2006 - 2007: 4. Projekt: HILFE FÜR BLINDE KINDER IN RUANDA

Hilfe für blinde Kinder in Ruanda in Kooperation mit CHRISTOFFEL-BLINDENMISSION und Ko-Finanzierung mit dem BMT.

In Gitarama, der zweitgrößten Stadt des Landes Ruanda/Ostafrika, unterhält die kath. Diözese Kabgayi das Kabgayi-Krankenhaus. Mit Hilfe der CHRISTOFFEL-BLINDENMISSION wurde ca. 1990 eine Augenabteilung eingerichtet. Diese Augenklinik ist für ganz Ruanda zuständig für die Behandlung blinder Kinder. Operationen am Grauen Star können bei Kindern nur unter Vollnarkose durchgeführt werden, wozu spezielle Geräte, insbes. für die Narkose benötigt werden.

Mit unserem Projekt konnten diese Geräte beschafft werden.

Finanzierung:
Kosten insgesamt: € 40.560, Zuwendung vom BMZ € 30.420, Eigenleistung durch FORUM EINE WELT € 10.400.

2004 - 2005: 3. Projekt: AUGENKLINIK IN KUMI/UGANDA

In der Stadt Kumi, im Nordosten des Landes, wurden im Kumi-Hospital durch Unterstützung von CBM zwar Augenkrankheiten behandelt, jedoch gab es keine eigene Augenabteilung.

Durch unser Projekt konnte auf dem Krankenhausgelände eine eigene Augenstation erbaut werden. Sie wurde mit 20 Betten und der notwendigen sonstigen Einrichtung ausgestattet. So konnte die Versorgung der Augenpatienten wesentlich verbessert werden. Auch durch Anstellung einer weiteren Augenärztin wurde ein Anstieg der Patientenzahlen erreicht, vor allem der Katarakt-Operationen. Durchführung des Projekts in Kooperation mit CBM.

Finanzierung:
Gesamtkosten: € 46.760, BMZ-Zuwendung (75 %) € 35.070, Eigenleistung € 11.790

2000 - 2001: 2. Projekt: AUSRÜSTUNG VON KATARAKT-CHIRURGEN IN MOSHI/TANSANIA

Hilfe für blinde Kinder in Ruanda in Kooperation mit CHRISTOFFEL-BLINDENMISSION und Ko-Finanzierung mit dem BMT.

Das Projekt kam auf Anregung des uns bekannten Dr. Mark L. Wood zustande. Für vier "Medical Assistant Officers", die eine 2-jährige Ausbildung zum Katarakt-Chirurgen absolvierten, sollte das FORUM EINE WELT GAUTING die Kosten der Ausrüstung übernehmen. Die Ausbildung erfolgte am Kilimanjaro Christian Medical Centre (KCMC) in Moshi sowie an der Universität in Daressalaam (durch Dr. Wood). Als Teil der Kampagne der WHO, vermeidbare Blindheit bis 2020 zu beseitigen, sind Katarakt-Chirurgen zu augenmedizinischen Diensten auch unter sehr armer Bevölkerung und auch in entlegenen Gebieten verpflichtet. Sie müssen alle medizinischen Instrumente und Geräte mit sich führen.

Beratung, Durchführung und Abwicklung des Projekts erfolgte in Kooperation durch CBM.

Finanzierung:
Die Gesamtkosten beliefen sich DM 92.000, die BMZ-Zuwendung betrug  DM 69.000 (75 %) und die Eigenleistung des FORUM EINE WELT GAUTING DM 23.000 (25 %), die dank zahlreicher Spenden und Präsentation des Projekts bei "Advent in St. Benedikt" aufgebracht werden konnte.

1995 - 1996: 1. Projekt: BAU EINER AUGENAMBULANZ AM HOSPITAL GARISSA/NORDOSTKENIA

Als dringend notwendig haben die uns bekannten Ärzte Dr. Tony Walia und Dr. Mark L. Wood von der Kikuyu-Augenklinik in Kikuyu/Kenia den Bau einer Augenambulanz am staatlichen Krankenhaus Garissa nahe der somalischen Grenze bezeichnet. Als "flying doctors" besuchten sie Garissa regelmäßig, doch war die Behandlung und Betreuung der Patienten wegen nicht vorhandener Räumlichkeiten sehr schwierig.

In enger Zusammenarbeit mit den beiden Ärzten, die die Baupläne und Kostenvoranschläge besorgten, haben wir beim BMZ die Förderanträge gestellt. Nach Bewilligung der Mittel wurde der Bau der Augenambulanz in Garissa begonnen. Die Baudurchführung wurde von der Kukuyu-Augenklinik organisiert und überwacht, die Verwendung der Mittel sorgfältig abgerechnet.

Der Bau der Augenstation wurde termingerecht fertig gestellt. "Garissa Eye Clinik funded ..."

Die Plakette soll noch angebracht werden um zu zeigen wem für die Finanzierung zu danken ist: HERMANN CAESPERLEIN vom FORUM EINE WELT Gauting.

Finanzierung:
Gesamtkosten DM 92.500, BMZ-Bewilligung von DM 61.000, Restbetrag durch FORUM EINE WELT GAUTING DM 31.500 (aus Spenden, Erträgen des Eine Welt Ladens und Privatdarlehen).