HOPE Projekt der Agnes Kunze Society e.V.

  • Grundschule in einem Slum in Dehra Dun/Nordindien
  • Projektpartnerin: Carolin Boos

Das HOPE Projekt bietet in der seit April 2010 staatlich anerkannten "HOPE Academy" Grundschulbildung, medizinische Versorgung und eine tägliche warme Mahlzeit für z.Zt. 223 Straßenkinder im Madrasy Slum in Dehra Dun. Es vermittelt auch Patenschaften, die den Kindern den Besuch weiterführender Schulen ermöglichen. Ziel ist, den Slumkindern durch Bildung eine Zukunft zu geben. Die meisten Kinder ("Dalits", sogen. Unberührbare) müssen als Müllsammler arbeiten und so zum Lebensunterhalt der Familie mitverdienen. Nur mit Erlaubnis der Eltern können sie vormittags in die Schule gehen.

In gemieteten Räumen innerhalb des Slums findet seit 2002 nicht nur Unterricht in Hindi, Englisch, Mathematik, Natur- und Gesellschaftswissenschaften statt. Für Erwachsene gibt es abends auch Unterricht im Lesen und Schreiben, an dem auch Kinder teilnehmen, die tagsüber arbeiten müssen. Über die Hälfte der Frauen kann inzwischen dank des Alphabetisierungsprogramms lesen und schreiben.

Außerdem werden Frauen in Nähen, Kosmetik und Krankenpflege geschult, es werden Mikrokredite vermittelt u.v.a.m. So wird Hilfe zur Selbsthilfe angeboten.

Grundschule

Ab 2016 wollen wir die Grundschule direkt unterstützen, nachdem wir von 2007 bis 2015 die Patenschaft für die Sekundarschule von zwei begabten Buben übernommen hatten. Sie haben sehr gut abgeschlossen. Nun wurde unsere Hilfe erbeten für Gehälter der Schule. Derzeit gibt es 46 Angestellte im Hope Projekt, davon 18 Lehrerinnen.

Die Fotos zeigen die Kinder in Schuluniform, sie sind fröhlich und lernbegierig. Glücklich ist die Hope Academy darüber, dass sie bei einem Wettbewerb fünf "Smart boards" (interaktive Tafeln in den Klassenzimmern) gewonnen hat. Damit verbunden sind Internet-Zugänge - somit auch Informationen und Lehrmittel für den Schulalltag. Diese Auszeichnung fand in den indischen Medien große Beachtung. Sogar der Ministerpräsident des Bundesstaates Uttarakhand gratulierte!

Die inzwischen vielfältigen Dienstleistungen im Rahmen des Hope Projektes durch die Agnes Kunze Society entnehmen Sie bitte der Homepage der AKS.

Anfänge des HOPE Projekts

Die Münchner Sozialarbeiterin Agnes Kunze, die 1961 nach Indien ging, um mit Aussätzigen zu leben, hat ungeahnte Dinge bewirkt. In Indien baute sie in Dehra Dun eine Webereigenossenschaft auf, in der Leprakranke arbeiteten und medizinisch betreut wurden: KKM. So konnte sie ihr Ziel verwirklichen, keine Almosen zu verteilen, sondern "Hilfe zur Selbsthilfe" zu geben. Ein großer Freundeskreis in München trug ihre Arbeit mit, durch Gebet und Spenden und berichtete 1993 in der Münchner Kirchenzeitung von der Arbeit mit diesem Foto. Es zeigt Manju, die in der Lepra-Siedlung wohnte und Agnes Kunze jeden Tag Blumen brachte. Die damals 11jährige Carolin Boos aus Großkarolinenfeld/Krs. Rosenheim schrieb einen Brief an Manju - der Beginn einer langjährigen, kulturübergreifenden Brieffreundschaft.

2002 reiste Carolin Boos zum ersten Mal nach Indien und besuchte ihre Freundin. Anders als geplant reisten die beiden nicht zu Indiens Sehenswürdigkeiten, sondern gingen in den Madrasy Slum in Manjus Heimatstadt. Manju wollte zeigen unter welchen Bedingungen die Menschen dort leben. ... Sie fragten Kinder was ihr größter Wunsch ist und erhielten die Antwort "Zur Schule gehen!" Da versprach Manju, sich darum zu kümmern.

Dank glücklicher und unglaublicher "Zufälle" konnten die Freundinnen binnen weniger Tage eine Schule im Slum eröffnen und das Straßenkinderprojekt HOPE gründen und dann auch die "Agnes Kunze Society". So ist aus einer spontanen Idee ein Projekt geworden, das nach dem Vorbild von Agnes Kunze nachhaltige Entwicklungshilfe leistet, auch dank des unermüdlichen Einsatzes von Manju und ihrem Ehemann Lawrence Singh sowie Carolin Boos und auch ihrer Familie.

Agnes Kunze und der EINE WELT LADEN Gauting

Der EINE WELT LADEN hat schon seit seiner Gründung 1986 mit Agnes Kunze Kontakt gehabt.

Denn Agnes Kunze, die nicht nur die Herstellung der Textilien in den KKM-Webwerkstätten organisierte, musste sich um Einnahmen durch den Verkauf der handgemachten Artikel kümmern. Der Faire Handel war hierbei ein wichtiger Absatzkanal.

Hier auf dem Foto ein Korb mit handgewebten Bettvorlegern, erst kürzlich geliefert. Seit nunmehr 30 Jahren unterstützen wir die Webwerkstätten als zufriedene Kunden.

Sehr geschätzt haben wir Agnes Kunzes Briefe und Gedichte - kritisch-analytisch, humorvoll aber mit wegweisenden Impulsen und dem Bewusstsein des Zusammengehörens - als Menschen, als Christen. Zum 10jährigen Jubiläum (1996) schrieb sie in ihrem Grußwort:

"... Wir sind Handwerker. die handgewebten Stoffe, die Tischdecken und Teppiche, die Ihr in Eurem EINE-WELT-LADEN anbietet, sind das Werk unserer Hände und auch unseres Herzens. Sie sind ein Stück von uns selbst...."

Das KKM-Logo zeigt die verbindenden Elemente. So fühlen wir uns auch mit dem HOPE-Projekt durch Agnes Kunze verbunden, ihr Leben, ihr Handeln wirkt weiter auch über ihren Tod hinaus (1923 - 1998).

Dank und Bitte - Spendenaufruf

Unsere Projektpartnerin, Carolin Boos, dankt sehr herzlich für die Unterstützung.

Unser Spendenkonto:

VR-Bank Starnberg-HG-LL eG
IBAN DE70 7009 3200 0000 1139 30

Kennwort bei Ihrer Überweisung: HOPE-Projekt

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