Die Verantwortlichen des FORUM EINE WELT Gauting e.V.

Vorstand:       Hildegard Münstermann
                     Peter Kleinknecht (Stellvertreter)
Leitungskreis: Judith Stockmair (Finanzen)
                     Sibylle Sommer (Laden) 
                     Jutta Jecht (Afrikakreis)
                     Hermann Caesperlein (Lateinamerika)
                     Uwe Heintke (ohne Geschäftsbereich)
                    
Jörg Rettich (Vertreter der Pfarrei St. Benedikt)



Das FORUM EINE WELT Gauting e.V. wurde am 21.02.1986 als Ergebnis eines längeren Planungs- und Überlegungsprozesses gegründet. Als gemeinsamer Nenner der Gründungsmitglieder kann das Bewusstsein von der "Einen Welt" gelten, in der "alles mit allem und jeder mit jedem in Verbindung steht, in ungeheurer Komplexität", wie es in unserer ersten Selbstdarstellung aus jenen Tagen heisst.

Daraus ergab und ergibt sich bis heute, dass wir Menschen die Aufgabe und Chance haben, "in dieser Welt die Gegensätze und Spaltungen zu heilen und zum Wohl der ganzen Schöpfung die Einheit der Welt in immer größerem Maße Gestalt werden zu lassen. Ebenso besteht aber die Möglichkeit, die Gegensätze und Spaltungen in der Welt weiter zu vertiefen, so dass die 'Eine Welt' nur noch negativ sichtbar wird, z.B. darin, dass die Reichen auf Kosten der Armen immer noch reicher werden und somit das Unheil in der Welt immer noch größere Ausmaße annimmt."

Unser Anliegen haben wir damals so formuliert:

"In dieser Situation will das Forum ein Ort sein, an dem die Mitglieder und alle Interessierten sich miteinander dafür einsetzen, Gegensätze und Spaltungen zu heilen und die "Eine Welt" positiv miteinander zu leben und beispielhaft sichtbar zu machen. Wir glauben, dass dies dann möglich wird, wenn Menschen nicht mehr auf Parteiungen, Ideologien und Selbstbehauptungen bestehen, sondern die Einswerdung ersehnen als das Glück, das den Menschen und der ganzen Schöpfung geschenkt ist." Ein hoher Anspruch und eine bleibende Herausforderung. Doch wie könnte die Umsetzung konkret aussehen? Auch dazu gab es schon damals etliche Überlegungen, die teilweise erstaunlich den Anliegen der Agenda 21 von Rio gleichen:

- umweltgerecht leben, damit menschliches Leben innerhalb der Grenzen der Erde 
  fortbestehen kann;
- solidarisch leben, weil im Miteinander-Teilen die Einheit der Welt Gestalt findet 
  und in Zusammenarbeit mit Anderen Gerechtigkeit verwirklicht werden kann;
- gesprächsbereit leben, damit Verständnis wachsen und Wahrheit sich  
  durchsetzen kann;
- ökumenisch leben durch die Begegnung mit Christen und Kirchen anderer   
  Konfessionen und Länder, wo immer es möglich ist;
- integrativ leben, damit alles geeint werden kann;
- transparent leben, damit nicht neue Gegensätze aufgebaut werden.

In vielfältigen Projekten und Aktivitäten sollten diese Ideen verwirklicht werden, wobei sich einige Wege durchaus auch als Irrtümer herausstellten und andere einfach an der Begrenztheit unserer Kräfte gescheitert sind. Als besonders tragfähig erwies sich auf jeden Fall der
Laden mit dem Lesecafe und die vielfältigen Projekte der dem Forum beigetretenen Gruppierungen aus dem Bereich der Entwicklungshilfe. Ebenso wurde von Anfang an beibehalten, dass sich alle Aktivitäten des Forums finanziell selbst tragen und alle Vereinsmitglieder - und erfreulicherweise immer wieder auch viele Nichtmitglieder - ehrenamtlich arbeiten.

Organisatorisches Rückgrat des FORUMs ist die Satzung (vom 21.02.1986, geändert am 06.06.1991 und am 17.05.2011), die den Zweck des Vereins wie folgt formuliert:


§ 2       Zweck

(1)  Der Verein versteht sich als ein christliches Forum. Er sieht es als seine Aufgabe an,
       Einübung in brüderlich-schwesterliche  Gemeinschaft aus dem Geist des Evangeliums
       zu ermöglichen.
       Er weiß sich der Ökumene und dem interkulturellen Austausch verpflichtet. Er will das
       Verständnis anderer Weltreligionen fördern.

(2)  Zweck des Vereins ist:

      a. Bildungsarbeit mit dem Ziel, das Bewusstsein der Bevölkerung für die Probleme,
          die unsere EINE WELT bedrohen, zu fördern und nach Lösungen zu suchen;

      b. Entwicklungshilfe für sozialintegrative, genossenschaftliche oder ähnliche                      
          Initiativen in Entwicklungsländern.

(3)  Zur Erfüllung seiner Aufgaben führt der Verein insbesondere folgende Maßnahmen durch:

      a. Öffentlichkeitsarbeit durch Informations- oder Benefizveranstaltungen,
          Zusammenarbeit mit kirchlichen, staatlichen und nicht-staatlichen Stellen ähnlicher
          Zielsetzung sowie mit Multiplikatoren der (entwicklungspolitischen) Bildungsarbeit;

      b. Verbreitung von Informationen über den Welthandel und dessen Auswirkungen auf die
          Lebensbedingungen der Menschen in der sogenannten "Dritten Welt" durch Handel mit
          Erzeugnissen, die von gemeinnützigen, mildtätigen, sozialkaritativen oder
          genossenschaftlichen Institutionen insbesondere in Entwicklungsländern hergestellt werden
          (FAIRER HANDEL);

      c. finanzielle Unterstützung von Initiativen, die in der Bildungsarbeit von Randgruppen
          tätig sind wie z.B.
          - bei Ausländerkindern in Gauting,
          - Integration von Straßenkindern in São Paulo, Brasilien, und Förderung von
            Slum-Kindern in Dehra Dun, Indien,
          - Erziehungs- und Bildungsmaßnahmen in armen Departements
            in Ouagadougou, Burkina Faso (Westafrika);

      d. Unterstützung von Entwicklungsprojekten in der sogenannten "Dritten Welt",  z.B.
          - Bau von Kinderheimen und Wohnhäusern für Kinder und Familien aus Favelas
            in São Paulo, Brasilien,
          -  Förderung der Berufsbildung in Randgebieten von São Paulo, Brasilien,
          -  Betreuung und Anleitung zur Selbsthilfe von Indio-Gemeinden in Nordargentinien,
          -  Gesundheitsmaßnahmen zur Vermeidung oder Heilung von Blindheit in Ostafrika.

(4)  Der Verein fühlt sich der katholischen Pfarrgemeinde St. Benedikt in Gauting, der
       evangelischen Kirchengemeinde in Gauting (Christuskirche) und der evangelischen
       Kirchengemeinde (Apostelkirche) in Stockdorf verbunden. Er ist für alle Konfessionen und
       Religionen offen. Seine Tätigkeit ist parteipolitisch neutral.
 
 
Die Aufnahme in den Verein ist ebenfalls in der Satzung geregelt, wenn Sie interessiert sind, dann finden Sie hier das entsprechende Formular.

Bei allem Ernst der selbstgewählten Aufgaben ist es den Menschen des FORUMS aber auch immer wieder wichtig gewesen, gemeinsam zu leben und zu feiern. Unsere alljährliche Adventsfeier und auch gelegentliche Treffs des Ladenteam sind uns wichtig. Die "runden" Jubiläen haben wir in größerem Rahmen mit Festessen, Programm und Musik gefeiert. Das "Eine-Welt-Fest" zum 20jährigen Bestehen von Verein und Laden konnten wir am 20. Oktober 2006 mit ca. 120 Gästen feiern. Begeistert hat die Chilenin Veronica Gonzalez mit ihren bewegenden Liedern und den diversen, z.T. exotischen Instrumenten, die von dem sehr versierten Gitarristen Markus Büttner begleitet war.


hier geht's zurück

     

                                                                                                                                                                                 
Home
- Wir über uns - Aktuelles - Termine Sie können mithelfen - Links - Gästebuch - Rundbriefe - Kontakt
   Lateinamerikakreis - Eine Welt Laden - Afrikakreis

FORUM EINE WELT GAUTING e.V. © 2002-2011

Webdesign Thomas Clarenbach
Für Inhalte auf von uns verlinkte Seiten übernehmen wir keine Verantwortung