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Oikocredit - Eine ökumenische Institution für Mikrokredite
Seit 2006 Mohammed Junus/Bangladesch den Friedensnobelpreis für seine Bahnbrechende Idee erhielt, schwinden die Bedenken kirchlicher Finanz-Experten gegenüber der "gleichaltrigen" ökumenischen Initiative Oikocredit immer mehr. Es ist erwiesen: Kleinstkredite an "Nicht-Bank-Fähige", an Arme, denen keine Bank etwas leiht, sind ein Erfolgsmodell.

Schon 1975 haben holländische Christen diesen Weg der HILFE ZUR SELBSTHILFE beschritten, als sie einer Initiative des Weltrats der Kirchen in Genf folgend, die Kreditgenossenschaft ECDS (Ecumenical Cooperative Development Society, d.h. Ökumenische Genossenschaftliche Entwicklungs-Gesellschaft) - nun Oikocredit genannt - gründeten. Nach Angaben der Beratungsgruppe zur Unterstützung der Ärmsten (CGAP) der Weltbank ist Oikocredit heute mit einem Anlagenbestand von über 130 Mio Euro in Mikrofinanzinstitutionen in Afrika, Asien und Lateinamerika der weltweit größte mit Privatkapital arbeitende Finanzier in der Mikrofinanz.

Wie sicher sind bei Oikocredit angelegte Gelder ? Zwar sind "Anlagen bei Oikocredit nicht mündelsicher im Sinne des BGB, in der Praxis jedoch so sicher, dass noch niemand einen Cent bei Oikocredit verloren hat" lt. Auskunft von Oikocredit. Zum einen besteht u.a. ein Risikofonds, zum andern erweisen sich die Kreditnehmer als sehr zuverlässig: Mehr als 90 % der Kleinstkredite werden ordnungsgemäß zurückgezahlt! Meist gehen die Kleinst-Darlehen an Frauen, die für die Ernährung der Familien "zuständig" sind. Von Regionalbetreuern beraten bauen sie kleine "Unternehmen" auf - mit 10 bis 500 Euro. Trotz schwieriger Verhältnisse wirken Mikrokredite oft wie FLÜGEL, um sich mit eigener Anstrengung, mit Stolz und Würde, aus Not und Elend zu erheben.

Daher rufe ich auf, bei Oikocredit Geld anzulegen, d.h. in Menschen zu investieren. Es geht also nicht um Spenden, sondern man verzichtet auf höheren Zins- bzw. Dividendenertrag. Die Geldanlage kann bei Bedarf jederzeit zurückgefordert werden. Ein jährlicher Ertrag von 2 % Dividende ist zu erwarten. Mindestanlage ist ein "Anteil" von

                                                                        200 EUR.

Sie legen Wert auf ethische Geldanlagen? Sie können auf ein Maximum an Ertrag verzichten? Sie wollen etwas für Gerechtigkeit, und gegen extreme Armut tun? Oikocredit ist mein Tipp.

Viele Kirchengemeinden (evangelische und katholische), Orden, jetzt auch kath. Bischofskonferenzen, haben inzwischen Gelder dort angelegt - nicht nur Einzelpersonen. Derzeitiger Vorsitzender des Bayerischen Förderkreises - der Ansprechpartner für bayerische Anleger - ist Dr. Jürgen Bergmann, Leiter des ehemaligen KED (Kirchlichen Entwicklungsdienstes), jetzt umbenannt in Referat Entwicklung und Politik, bei Mission EineWelt, Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Das FORUM EINE WELT GAUTING e.V. ist seit Jahrzehnten Mitglied im Bayerischen Förderkreis - also hilft durch Mikrokredite Armut zu bekämpfen.

Weitere Informationen:
Oikocredit Förderkreis Bayern e.V., Pirckheimerstr. 4, 90408 Nürnberg,
Tel. 0911/36672-17, Fax. 0911/36672-19
www.oikocredit.de oder Email: bayern.fk@oikocredit.org

Hildegard Münstermann
Vorsitzende des FORUM EINE WELT GAUTING e.V.


 


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